Demokratie betrifft nicht nur die Staatsform, sondern allgemein unseren Umgang miteinander. Um die Werte der Demokratie zu verinnerlichen, bietet die Schule eine besonders gute Möglichkeit. Inspiration zum Wie und Warum finden Sie im Video der FHNW.

Der Europarat hat zum Thema demokratische Schulgestaltung einen Leitfaden erarbeitet. Besonders gute Hinweise zur Umsetzung von erlebbarer Demokratie in der Schule liefert auch der Praxisleitfaden der Stadt Zürich oder des Kantons Aargau. Sehr empfehlenswert ist ausserdem die Lektüre der Studie „Von der Stimme zur Wirkung“ zu Formen der Partizipation von Kindern und Jugendlichen in der Schule sowie gelingenden Faktoren.

Inspirierende Beispiele für partizipative Schulkulturen sind die Luzerner Schule Wauwil mit dem mehrfach preisgekrönten Projekt Schul(T)räume und Pausen(T)räume oder das Video der Democratic School Hadera in Israel. Eine schöne Zusammenstellung von best-practise ist in schulpraxis erschienen. Weitere Praxisbeispiele und Ressourcen führt das schulnetz21 auf.

Bekannte Partizipationsinstrumente sind der Klassenrat, der SchülerInnenrat oder die Just Community. Weitere Ideen finden Sie in unserer Sammlung Partizipative Methoden.

Partizipation ermöglichen auch Sozialraumorientierte Schulen, welche eine starke Vernetzung zwischen schulischen und ausserschulischen Räumen und Akteuren anstreben. Die Schule wird Ausgangspunkt für verschiedene Angebote in den Bereichen Bildung, Freizeit, Betreuung und Kultur, die Schule und das Quartier Ausgangspunkt für entdeckendes Lernen.

Das neue Angebot Ich und meine Gemeinde – Politik erleben von engage & pro Juventute bringt Schulklassen die Gemeindepolitik näher. Dabei leiten in den Workshops junge Erwachsene unter anderem an, eigene Anliegen zu entwickeln, mit GemeindepolitikerInnen zu diskutieren und Schritte hin zu ihrer Verwirklichung zu unternehmen.

Schulen, die Interesse haben, systematische Erkenntnisse über Partizipation in ihrer Schule zu gewinnen und das Thema Partizipation weiterzuentwickeln, sind eingeladen, sich für ein Weiterbildungsangebot der PH Zürich anzumelden.

Wir empfehlen zudem die Lektüre des Berichts zu unserem ersten Vernetzungsanlass „Ohne Partizipation keine Demokratie“.